Herzlich Willkommen

Sie sind Kirche. Hier ist Ihre Gemeinde.

Liebe Gemeinde,

„Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt“
Es braucht keine große Phantasie, um an diesen Liedvers aus dem evangelischen Gesangbuch (Nr. 477) erinnert zu werden. Das öffentliche Leben ist zur Ruhe gekommen und der Grund hat einen Namen: „Corona“. Auch für unsere Kirchengemeinde bedeutet das: Gottesdienste, Unterrichte und die anderen Veranstaltungen fallen aus oder werden verschoben. Wir sind ein Stück weit auf uns selbst verwiesen, in den Kreis der Familie, in die eigenen vier Wände.
Viele Menschen sind besorgt, einige haben Angst. Manche erfahren auch Ausgrenzung, ja Vorwürfe gar, als ob jemand schuldhaft infiziert wäre. Wir sind auch jetzt als Gemeinde aufgerufen, Sorgen zu teilen und Not zu lindern, einander beizustehen. Und weil das jetzt nicht immer gut im persönlichen Gespräch oder beim Krankenbesuch geschehen kann, so suchen wir auch neue Wege, in Kontakt zu bleiben und die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Das Telefon hilft, die social media, das Internet.
In diesen Tagen und Wochen erleben viele Menschen aber auch die große Solidarität ihrer Mitmenschen. Als ich auf mein Testergebnis wartete (negativ!), tat es gut, einfach bei lieben Nachbarn anrufen zu können, weil noch etwas einzukaufen war. Von überall her gute Wünsche, stärkende Gedanken.

„Ihr aber, meine Sinnen, auf, auf ihr sollt beginnen.“ So geht der Liedtext von Paul Gerhardt weiter. Jetzt, da wir also ruhig gestellt sind, werden wir in der Gemeinde aktiv, neue Wege zu gehen. Wir sind und bleiben als Gemeinde aufgerufen, Besonnenheit walten zu lassen, von begründeter Hoffnung zu reden, jeder Panikmache und Unvernunft behutsam, aber klar entgegen zu wirken. An einem Konzept für online-Andachten arbeiten wir so wie viele Gemeinden. Unser Presbyterium wird weitere Beschlüsse für die Zukunft fassen: Wie wird das mit der Karwoche, mit Ostern, mit den Konfirmationen? Was können wir von Woche zu Woche entscheiden – auch daran gewöhnen wir uns gerade -, was ist mittelfristig zu bedenken?
Wir werden Sie auf unserer Homepage informieren, hier und da auf andere Internetseiten verweisen. Nun stehen wir auf diese Art und Weise zusammen, „was  eurem Schöpfer wohlgefällt“.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrer Mathias Schoenen

Es werden keine Gottesdienste in Bocket und Gangelt stattfinden bis einschl. 19.04.2020

 

Liebe Gemeinde,

„im Namen der Krone ergeht folgendes Urteil“ … So oder so ähnlich mag es sich angehört haben, wenn in den Reichen gekrönter Häupter Recht gesprochen wurde. Gewiss gibt es eine Kulturgeschichte der „Krone“, der Königinnen und Könige und ihrer irdischen Reiche, leider habe ich sie noch nicht gelesen. Darin kommt bestimmt ein Kapitel über die Krone Karls des Großen vor, die wir - von Gangelt aus betrachtet - in leicht erreichbarer Entfernung im Aachener Domschatz (als Kopie?) bestaunen können.

Es fehlt wohl noch in jener Kulturgeschichte ein gerade entstehendes Kapitel über Covid19, das aktuelle Coronavirus. Heißt „Corona“ doch auf Deutsch „Krone“. Es heißt so, weil es unter dem Mikroskop aussieht wie eine Kugel, die rundherum eine Oberflächenstruktur aufweist, die an Zacken einer Krone erinnern. Scheinbar beherrscht diese Krone gerade die ganze Welt. Im Namen dieser Krone gehen zurzeit ganze Wirtschaftszweige in die Knie: Hotels und Gaststätten, Restaurants und Reisebüros, Fluggesellschaften und Fährbetriebe, Banken, Zulieferer, kleine Selbständige Autokonzerne und Aktienkurse – eine kleine Auswahl. Es gibt auch Gewinner: Online-Dienste, google, alphabeth, Toilettenpapierfabrikanten etc.

Ironie der Geschichte oder auch Weisheit Gottes: wir Christinnen und Christen folgen auch einem Gekrönten, Jesus von Nazareth. Der wurde am Ende seines Lebens, am Ende seiner Folter auch noch mit einer Ranke aus Dornenzweigen gekrönt. Im Foyer unserer Friedenskirche kann man sich diesen Gekrönten in Form einer Skulptur des Bildhauers Kurt Preuss ansehen. Bei geschlossener Kirche auch durchs Fenster!
Dieser Gekrönte hat nie ein weltliches Reich beherrscht, im Gegenteil: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ hat er gesagt. Also beinhaltet seine Krone auch keinen Machtanspruch, wohl aber einen Anspruch auf Ohnmacht: ich beuge mich eurer Gewalt!

Es ist dieser Gekrönte, dem Menschen in ihrer Hoffnung entschieden folgen. Wir geben darin weder den Mächten gekrönten Häupter Recht, nur weil sie gekrönt sind. Noch geben wir den Mächten Recht, die uns so klein und machtlos erscheinen lassen – und wenn das gerade eine Corona-Pandemie ist.

Nicht sie entscheidet über unser Menschsein, über unsere Würde, über unsere Möglichkeiten. Wir entscheiden über unser Menschsein, über unsere Würde, über unsere Möglichkeiten. Wir können Mitmenschen sein, solidarisch, einander symphatisch, also mitleidend sein. Wir können das sogar dann gemeinsam, wenn wir räumlich getrennt, ja isoliert sind. Wir können gemeinsam beten, gemeinsam zur selben Zeit eine Kerze ins Fenster stellen (immer um 19.00 Uhr). Weil der menschenfreundliche Gott in diesem ohnmächtigen Menschen Jesus von Nazareth solidarisch wurde mit dem leidenden, dem hilflosen, dem sterbenden Menschen, können wir das auch.

Im Gegensatz und Widerspruch zu dieser Krone, zu diesem Coronavirus erinnere ich mich an ein Bekenntnis des Psalmsängers zu diesem Gott, das für uns zur Verheißung Gottes wird: „Der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.“ (Psalm 103,4)

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer Mathias Schoenen

 

 

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Aktuelles:

1. Jeden Abend um 19.00 Uhr

eine Kerze ins Fenster stellen

und dabei vielleicht an jemanden

denken.

2. Wer ein Gebet, eine Klage,

eine Bitte, einen Dank in die

Kirche bringen möchte,

kann das gerne tun.

Schreiben Sie sie auf,

gerne auch anonym,

und werfen sie den Text

in unseren Briefkasten an

der Friedeskirche.

Ich werde das Gebet in
der Kirche in die Ritzen
unserer Gebetswand stecken.

 

https://news.ekir.de/inhalt/begleitung-in-der-krise


Umweltbericht der Evangelischen Kirchengemeinde Gangelt, Selfkant, Waldfeucht
Stand: Mai 2015

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