Grüner Hahn

Das Jahr 2018 ist inzwischen Vergangenheit, deshalb ist es jetzt an der Zeit, dass wir vom Umweltteam „Der Grüne Hahn“ auf das letzte Jahr zurückblicken.

Internes Audit 2018:

Am 21. November fand das abschließende jährliche interne Audit unter Leitung von Klaus-Dieter Koss (Vorsitzender Mitweltausschuss im Kirchenkreis Jülich) in den Räumen des Gemeindezentrums statt. Teilnehmer waren neben den Umwelt-Team Mitgliedern Josef Backhaus und Wolfgang Gloy auch die Vorsitzenden des Presbyteriums Pfarrer Dr. Mathias Schoenen und Martina Supplie-Kötz. Heinz Siegling fehlte entschuldigt. Bei dieser Überprüfung wurde unserer Gemeinde eine gute Arbeit bescheinigt. Es gab zwar, wie in den letzten Jahren auch, kleine Verbesserungsvorschläge von Seiten des Auditors, aber der Gesamteindruck führte zu einer grundlegend positiven Bewertung. Es war das letzte interne Audit vor der bevorstehenden Neuzertifizierung im Herbst 2019, die nach einem Beschluss des Presbyteriums auch angestrebt wird. Alle vier Jahre urteilt ein externer Prüfer über die Arbeit des „Grüne-Hahn-Teams“ und entscheidet, ob weiterhin das seit 2015 erreichte Label und die Plakette mit dem „Grüne Hahn“-Symbol am Gebäude sichtbar sein wird. Dabei unterscheidet sich die Neuzertifizierung inhaltlich wenig von dem zuletzt durchgeführten internen Audit.

An dieser Stelle richten wir einen Appell an die Leser des Gemeindebriefes: Wer interessiert ist, im Umwelt-Team mitzuarbeiten und den Prozess der Zertifizierung beim Umwelt-Management-System „Grüner Hahn“ zu begleiten, ist herzlich willkommen. Wir suchen engagierte Menschen, die Spaß am Sammeln von Verbrauchsdaten, deren Interpretation und daraus resultierende Ideen für eine Verbesserung des Umweltschutzes unserer Kirchengemeinde haben. In der näheren Zukunft stehen aufwendige Umbauten am Gemeindezentrum und unserer Kirche an, wo umweltschonende Ideen von Seiten des Grünen Hahnes einfließen sollten. Weiter hinten im Gemeindebrief befindet sich eine Terminübersicht über die nächsten Treffen des Umwelt-Teams. Jeder Interessierte kann einfach mal reinschauen.

Welche Daten wurden 2018 gesammelt?
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In dem Diagramm sind die Entwicklung des Ölverbrauchs und die dazugehörigen Kosten in der Zeit von 2010 bis 2017 dargestellt. Im Vergleich zu Strom, Wasser und Müll sind die Ausgaben für Öl der wichtigste Kostenfaktor. Aber auch für die Umweltbelastung ist der Ölverbrauch das wichtigste Kriterium, da über 90 % der CO2-Emissionen unserer Kirchengemeinde auf den Ölverbrauch zurückzuführen sind. Deshalb ist es erfreulich, dass die Tendenz beim Ölverbrauch der letzten Jahre sinkt. Dies wird auch im Durchschnittsverbrauch der Wärmemenge pro Quadratmeter Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-qformat:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri","sans-serif"; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; mso-fareast-theme-font:minor-fareast; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} widergespiegelt, die das Grüne-Hahn-Team in einem online-Portal speichert und die im jährlichen Umweltbericht eingesehen werden kann. Im Jahr 2013 lag der Wert bei 130 KWh pro Jahr und Quadratmeter. Bis zum Jahr 2017 sank der Bedarf auf 120 KWh. Hier die dazugehörigen CO2-Emissionen in kg pro Jahr und m2: 2013: 35,8 kg und 2017: 30,3 kg. Diese Werte sind absolut gesehen bestenfalls Durchschnitt im Vergleich zu anderen Kirchen und sollten in der Zukunft verbessert werden. So könnten wir durch Absenkung der Raumtemperatur von nur einem Grad Celsius ungefähr sechs Prozent der Heizkosten einsparen. Was wir anstreben, ist nicht nur eine niedrigere Temperatur, sondern ein gleichbleibendes Temperaturniveau in den Kirchräumen. Diese Maßnahmen kommen den Orgeln zugute.

Es ist unser Bestreben, die Verbrauchswerte durch Modernisierung der Haustechnik bei den geplanten Umbaumaßnahmen des Gemeindezentrums weiter zu reduzieren. Wir wollen dabei möglichst auf Öl als Rohstoffquelle für die Heizung verzichten und andere Konzepte wie z.B. Wärmepumpentechnik gekoppelt mit Photovoltaik verwirklichen.

Strom

Die Strombilanz, die im folgenden Diagramm gezeigt wird, basiert auf den Einspeisungsdaten der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Geusenhauses in Bocket und den Verbrauchsdaten aus allen kirchlichen Gebäuden in Bocket und Gangelt. Dabei können wir stolz behaupten, dass nur die Hälfte des produzierten Stroms von der Kirchengemeinde selbst verbraucht wird und der Rest ins Stromnetz eingespeist werden kann.

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An dieser Stelle sei angemerkt, dass Anfang des Jahres 2018 aufgrund unserer monatlichen Ableseintervalle sehr niedrige Strom-Produktionswerte sichtbar wurden. Ursache war ein defekter Wechselrichter an der Photovoltaikanlage. Nur durch das kontinuierliche Datensammeln konnte der Schaden sofort behoben werden, sonst wäre der Fehler erst viel später aufgefallen.

Was ist aus der Sicht des Grüne-Hahn-Teams im letzten Jahr noch wichtig gewesen?

Alle fünf bis sieben Jahre findet eine Überprüfung der Gemeinde durch einen Mitarbeiter der EFAS (Evangelische Fachstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz) statt. Dies geschah letztes Jahr. Die Evangelische Fachstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz ist eine unselbständige Einrichtung der EKD. Hauptaufgaben sind die Unfallprävention und die Gesundheitsförderung der kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei wird nicht nur auf die Arbeitsplatzbedingen geachtet, sondern auch auf Arbeitssicherheit. So muss die Kirchengemeinde eine Prüfung der beweglichen elektrischen Geräte (z.B. Verlängerungskabel, Kaffeemaschinen, Lichterketten usw.) alle zwei Jahre durchführen lassen, die fest installieren Geräte (z.B. Kühlschränke und Spülmaschine) müssen alle vier Jahre geprüft werden. Auch wird überprüft, ob Notausgänge vorhanden, sichtbar gekennzeichnet und frei von Hindernissen sind. Feuerlöscher, Leitern usw. werden ebenfalls einer Prüfung unterzogen. Ein weiterer Prüfungspunkt ist, ob die Mitarbeitenden regelmäßig (alle zwei Jahre) an einem 1. Hilfe Kurs und an der jährlichen Hygieneschulung teilgenommen haben. Ob eine Überprüfung durch EFAS in den letzten Jahren stattgefunden hat, wird während der Zertifizierung überprüft.

Plastikgeschirr!!

Beim Nikolausmarkt Anfang Dezember wurde auf Plastikgeschirr VERZICHTET. Schalen und Löffel am Suppenstand waren kompostierbar, da als Rohstoffe keine Erdölprodukte verwendet wurden. Diese Schalen und Löffel waren zwar teurer als die Plastikware, aber günstiger für unsere Umwelt.

Wie dieser Bericht zeigt, bietet die Mitarbeit im Grüne-Hahn-Team die Möglichkeit, sich beim Umweltschutz unserer Kirchengemeinde zu engagieren und damit zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen.

Wolfgang Gloy und Heinz Siegling

 

Das Presbyterium beschließt folgende Umweltleitlinien:

„Präambel: Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Wir wollen uns gemeinsam für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen.“ (Charta Oeconomica vom 22.4.2001)

Um die Erde auch für kommende Generationen als lebenswerten Ort mit einer intakten Umwelt zu erhalten, wollen wir als Kirchengemeinde Gangelt, Selfkant, Waldfeucht unser Handeln im Einklang mit der christlichen Lehre umweltgerechter gestalten. Die Leitbegriffe Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sind Orientierung für unsere Arbeit.

 Wir überprüfen und dokumentieren unsere Umweltschutzaktivitäten kontinuierlich.

Darüber hinaus streben wir eine Verbesserung des Umweltschutzes an und richten unser Handeln entsprechend aus.

 Wir verpflichten uns zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zum Umweltschutz.

 Unser Ziel ist es, unnötige Umweltbelastungen und Gefahren für die Umwelt zu vermeiden und sparsam und nachhaltig mit den Ressourcen (z.B. Elektro- und Wärmeenergie, Wasser) umzugehen. Dabei wollen wir modernste Technik nutzen, soweit dies ökonomisch sinnvoll ist.

 Regelmäßig berichten wir über unsere Umweltaktivitäten und machen sie für die Öffentlichkeit zugänglich.

 Wir sorgen dafür, dass Gruppen und Kreise, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in den Prozess einbezogen werden. Ihre Anregungen werden aufgenommen und berücksichtigt. Alle haben die Möglichkeit, Fortbildungsangebote wahrzunehmen.

 Mit anderen Anwendern von Umweltmanagement-Systemen tauschen wir Erfahrungen aus, um Möglichkeiten für weitere Verbesserungen zu erkennen.

 Besonderen Wert legen wir darauf, regionale, umweltschonende und fair gehandelte Produkte zu verwenden und den “Eine-Welt-Laden“ in Gangelt zu unterstützen.

 

Projekt „Grüner Hahn" in der Kirchengemeinde Gangelt-Selfkant-Waldfeucht erfolgreich

Der Startschuss erfolgte im Januar 2012 durch ein Schreiben vom Superintendenten Jens Sannig an die 19 Gemeinden des Kirchenkreises Jülich. Bei dem Projekt „Grüner Hahn" geht es um das kirchliche Engagement zur Bewahrung der Schöpfung, also um Anstrengungen zum Erhalt der Umwelt. Die Kirche hat erkannt, dass sie mit ihren Gemeinden, Einrichtungen und Werken eine Vorreiterrolle beim nachhaltigen, schöpfungsverträglichen Handeln einnehmen muss - und auch kann. Gilt es doch, das Umweltbewusstsein in den Gemeinden zu fördern und dies nicht nur dem Staat zu überlassen.

Vertreter u.a. der Kirchengemeinden Gangelt-Selfkant-Waldfeucht und Geilenkirchen nahmen wenige Monate später die Arbeit auf: Die konstituierende Sitzung fand im Gemeindezentrum Friedenskirche in Gangelt statt. Und eben dort versammelte sich jetzt nach fast drei Jahren intensiven Wirkens das Team um Pfarrer Mathias Schoenen: Wolfgang Gloy, Lothar Kötz und Heinz Siegling, um in einem Audit den Erfolg ihrer großen Bemühungen prüfen zu lassen. Die Prüfer: Dipl.-Biologe Dr. Gunnar Waesch, Mitweltfachmann aus Gütersloh (Evangelische Kirche von Westfalen), und Hanno Sparbier-Conradus, Mitweltfachmann und Kirchlicher Umweltrevisor aus Köln. Zur Unterstützung waren Hans Stenzel und Klaus-Dieter Koss nach Gangelt gekommen, beide Mitglied im synodalen Mitweltausschuss und letzterer dessen Vorsitzender sowie Begleiter und Mentor der „Grüner-Hahn„-Bemühungen vor Ort.

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Gunnar Waesch, Klaus-Dieter Koss, Heinz Siegling, Hanno Sparbier-Conradus, Wolfgang Gloy, Lothar Kötz, Pfarrer Mathias Schoenen und Hans Stenzel (v.l.n.r.)

Mehrere Stunden lang standen die Gemeindevertreter Rede und Antwort. Und es waren in der Tat viele Fragen, die die Prüfer stellen mussten, denn das Mitweltmanagement „Grüner Hahn“ ist eine äußerst anspruchsvolle Angelegenheit. Sie wollten es ganz genau wissen: wie gut isoliert die kirchlichen Gebäude sind, welche elektrischen Geräte die Gemeinde betreibt, welche Baustellen in Sachen Energieeinsparung es gibt und vieles mehr. Und die Prüfer nahmen alle Gebäude persönlich in Augenschein und stellten bei dieser Gelegenheit fest, dass sie in einer Kirchengemeinde der langen Wege unterwegs waren.  

Um die Grundlage für diese Prüfung zu schaffen, hatte das Dreierteam sich viele Male zu intensiven und arbeitsreichen Sitzungen getroffen. Alle Gebäude, Räume und energierelevanten Geräte galt es zu erfassen. Tabellen über Energieverbräuche und die daraus resultierenden Kosten waren zu erstellen. So kamen dicke Ordner mit ungezählten Informationen zustande, die so ziemlich alles über das energetische Profil der Kirchengemeinde aussagen, aber auch darüber, wo Dinge noch zu verbessern oder in Ordnung zu bringen sind. Und die guten Erfahrungen der funktionierenden Teamarbeit waren während der intensiven Prüfung deutlich zu erleben: die drei ergänzten sich wunderbar in ihrem jeweiligen Wissen. 

 

Besucherzahlen und Nutzungsstunden unserer Einrichtungen (GZ Gangelt und Geusenhaus Bocket) im Jahr 2014

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Besucherzahlen und Nutzungsstunden unserer Einrichtungen (GZ Gangelt und Geusenhaus Bocket) im Jahr 2014
Die Maßnahmen für 2015 aus unseren Umweltzielen wurden auf fristgerechte Ausführung überprüft:
GZ: Prüfung der Fensterdichtungen ist durchgeführt worden. Die Dämmung der Heizungs- und Warmwasserrohre wurde bei einer Begehung durch das Team im November 2015 überprüft und abgenommen.Die Rahmendichtung an der Sakristeitüre ist noch anzubringen, ebenso sind die Dichtungen an der Lagerraum- und kleinen Kirchraumtüre zu verbessern.
Bocket: Die Temperatur im Kirchraum wurde von der Küsterin dokumentiert und ergab in der Auswertung, dass die Heizungssteuerung zufriedenstellend funktioniert Die Heizungsrohrisolierung und –dämmung ist bei einer Begehung vom Team überprüft und für gut befunden worden..Die Kesseldaten wurden von der Küsterin monatlich an das Umweltteam übermittelt. Das Team beschloss dazu im Januar 2016, nach Auswertung, dass die Daten der Wärmemengenzähler nur noch einmal jährlich (im Januar) abgelesen werden müssen.
Im Laufe des ersten Halbjahres 2016 werden die Daten und Kennzahlen für das Jahr 2014 fertiggestellt und dem Umweltbericht hinzugefügt.
Wir werden die Besucherzahlen und Nutzungsstunden für 2015 erstellen.
Nach unseren Umweltzielen stehen in 2016 im GZ folgende Maßnahmen an:
• Heizkörpernischen und Rolladenkästen dämmen (Gruppenräume und Kellerräume)
• Getrennte Lichtschalter im großen Kellerraum anbringen.
• Wir werden dazu mit dem Presbyterium besprechen, wie und in welchem
• Zusammenhang (z.B. anstehende Renovierungen)diese Arbeiten eingeplant werden können.
• Im Geusenhaus sind 2016 keine Maßnahmen geplant.

Lothar Kötz

 

    

 

 

 

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